Entwicklung
Zeittafel - Teil 2
1660 verwendet Robert Hooke an Stelle der Schweinsborsten eine gerade Stahlfeder in
Kleinuhren mit Waag und Foliot.
1664 baut der Genfer Uhrmacher Gruet als erster einen Kleinuhrantrieb mit
Schneckenkette anstelle der Darmsaite.
1665 begründet Daniel Jean Richard gen. Bressel die Schweizer Uhrmacherei im Jura.
1665 erfindet Christian Huygens die Spiralfeder und damit das Schwingsystem Unruh-
Spiralfeder, das ab 1690 allgemein in Kleinuhren verwendet wird. 1667 etwa
können die ersten Anfänge der Schwarzwälder Uhrmachereifestgestellt werden.
1670 Satteluhren, auch Wagenuhren, oft mit Schlagwerk und Wecker in Übergehäusen
kommen auf. Sie wurden bis zum Ende des 18. Jahrh. hergestellt.
1674 wird die Stahlspiralfeder in Taschenuhren angewendet.
1676 Robert Hook erfindet die rückführende Ankerhemmung, die erstmals von William
Clement 1680 angewendet wird. 1676 die ersten Taschenrepetieruhren kommen auf.
1680 werden Uhren mit Minutenzeigern und Stundenzeigern auf dem gleichen
Zifferblatt entwickelt. Minutenangaben auf einem besonderen Zifferblatt finden
sich jedoch schon früher, z.B. auf der Türmchenuhr des Veit Schaufel, einem
Meisterstück aus München um 1554.
1680-1760 etwa werden die Karossenuhren, auch Wagenuhren genannt,auf Reisen viel
verwendet. Diese >>vergrößerten<< tragbaren Uhren, oft mit Schlagwerk, Wecker
und in Übergehäusen, werden in Frankreich, Schweiz, Süddeutschland und Österreich hergestellt.
1686 entsteht die erste Viertelschlag-Repetitionsuhr. Sie wird von dem Londoner
Uhrmacher Daniel Quare für James II. von England gebaut.
1690-1800 entstehen englische und niederländische Standuhren zum Teil mit Tide- bzw.
astronomischen Angaben auf dem Zifferblatt.
1691 wendet Reverend Edward Booth, genannt Barlow, die Repetition in Taschenuhren
an; erst ab 1750 jedoch kommt die Repetition in Kleinuhren häufiger vor.
1695 konstruiert der Engländer Thomas Tompion (1638-1718) die Zylinderhemmung.
Über 100 Jahre dauert es, bis sich diese Uhrhemmung allgemein in Taschenuhren
durchgesetzt hat. Sein Schüler Graham verbessert die Hemmung um 1720.
Vor 1700 sind Jahresangaben in Antikuhren kaum anzutreffen. Aber auch hier gibt es
Ausnahmen!
____________________________________________________________________
Beim Münzen Handel können Sie Sammlermünzen günstig erwerben. Oilpaintings, Artprints and Poster. Kinderrestaurants Stahnsdorf
____________________________________________________________________
1700 Um diese Zeit baut man die ersten Taschenuhren mit Uhrgläsern. Früher waren Bergkristall-Gehäuse und geschliffene Bergkristall-Deckel üblich 1704 wendet der aus Basel stammende Uhrmacher Nicholas Fatio in London erstmalig Lagersteine (jewels) in Taschenuhren an. 1705 Die ersten Emailzifferblätter kommen in England zur Anwendung. Die auf älteren Uhren befindlichen sind oft nachträglich aufgesetzt worden, um die bessere Ablesbarkeit der Zeit zu gewährleisten. 1710-1760 folgen die deutschen Bodenstanduhren, meist mit Datum- und Mondangabe und oft mit Viertelschlagwerk. 1710 entstehen die ersten getriebenen Taschenuhr-Übergehäuse aus Gold, Silber und Bronze in England. Diese, meist mit mythologischen Szenen geschmückten Übergehäuse finden sich in steigender Zahl bis etwa 1770 1715 erfindet George Graham (1673-1751) in London die ruhende Hemmung für Pendeluhren. Der Grahamgang verbessert die Ganggenauigkeit der Pendeluhr erheblich. 1720-1760 Die ersten französischen Pendulen >>en cartel<< (auf Konsolen) kommen auf. Diese Carteluhren werden bis Ende des 18.Jahrh. in Frankreich gebaut. Daneben entstehen auch die Boulle-Uhren, Pendulen in Boulle-Technik. 1721 werden Bodenstanduhren mit Quecksilber-Kompensationspendel von George Graham in London gebaut. 1724 erfindet der Pariser Uhrmacher Dutertre den Duplexgang und wendet diese Hemmung in seinen genau gehenden Taschenuhren an Dr Robert Hooke hatte eine ähnliche Hemmung schon 50 Jahre vorher genau beschrieben. 1730 stellt Anton Ketterer in Schönwald (Schwarzwald) die erste Kuckucksuhr her. Mit ihm fertigten Johann Duffner und Franz Ketterer solche Uhren. Aus ihren Werkstätten gehen weitere Uhrmacher hervor, die Kuckucksuhren in Furtwangen, Neukirch, Gütenbach, Nußbach, Schonach und in anderen Orten bauen. 1730 Frankreich entwickelt sich zu einem bedeutenden Uhrenland. Seine Uhrmacherkunster erlangt bald Weltgeltung und überrundet 50 Jahre später sogar die der Engländer.