Entwicklung

 

Zeittafel - Teil 5


1905 die ersten Signalschaltwerke für Schulen und Fabriken kommen in den
elektrischen Uhrenanlagen mehr und mehr zur Anwendung.
1905 Einführung von elektrischen Nebenuhren in mechanische Turmuhrwerke zur
zentralen Steuerung der Turmuhr von einer Hauptuhr aus.
1905 werden zunehmend Herrenarmbanduhren in der Schweiz fabriziert.
Damenarmbanduhren kommen erst gegen 1910 auf den Markt.
1912 Fertigung von Gebrauchstaschenuhren bei Junghans in Schramberg.
1914 Siemens & Halske in Berlin baut die ersten Turmuhrwerke ohne Antriebsgewichte
und Seiltrommel. Ein vom Netz betriebener Elektromotor dreht über Zahnradund
Schneckenantrieb die Zeiger direkt. Seit 1903 sind jedoch schon
Elektromotoren zum Aufzug von mechanischen Uhren bekannt.
1914 Synchronisierung von Uhrpendeln durch Stromimpulse von einer übergeordneten
elektrischen Hauptuhr. Bereits 1880 schlug Professor von Hefner-Alteneck eine
derartige Gleichstellvorrichtung in der ETZ (Elektrotechnische Zeitschrift) vor.
1916 Schweizer »Front-Armbanduhren« mit Fenstergitter werden im Ersten Weltkrieg
auf beiden Seiten der Front getragen. Das Leuchtzifferblatt wird allgemein beliebt.
1918 Der Physiker Langevin verwendet für seine Ultraschallversuche als erster
Schwingquarze.
1919 stellt H. M. Dadourian die erste Gebrauchsuhr mit Stimmgabel Zeitregler vor
1920 führt Charles Edouard Guillaume (1861-1938) die Elinvarspiralfeder ein und
verbessert damit den Isochronismus der Unruh-Spirale.
1923 Die Warren Telechron Cie. in den USA führten die Synchronuhr ein; als erste
deutsche Firma nimmt die AEG die Fertigung von Synchronuhren 1927 auf.
1924 wird erstmals ein automatisches Aufzugsystem in Armbanduhren verwendet.
Die Schweizer Uhrenfabrik A. Schild in Grenchen fertigt die ersten Automatik-
Armbanduhren nach dem Patent des englischen Uhrmachers John Haarwood.
1924 Erfindung der Kontaktpendeluhr mit Magnetantrieb durch die Uhrenfabrik Hatot
in Paris,
1930 fertigt Junghans die ATO-Pendeluhr.
1925 erscheinen die sogenannten >>Gadget-Uhren<<, Kugeluhren, deren Gehäuse aus
farbigem Metall bestehen.
1927 Warren A. Marrison baut die erste Quarzuhr (»Cristal Clock«) in den Bell
Telephone Laboratories in New York. Er benutzt einen großen Quarzschwinger,
der 4000 Schwingungen in der Sekunde ausführt; die Anlage umfaßt ein großes Zimmer.
1932 veröffentlichen U. Adelsberger und A. Scheibe die erste Mitteilung über die von
ihnen in der PTR (Physikalisch-Technischen Reichsanstalt) in Braunschweig
entwickelten und konstruierten Quarzuhren als Zeitstandards.
1932 Richard Straumann aus Waldenburg (Schweiz) entwickelt mit der Vakuum-
Schmelze Heraeus (Hanau) die ersten selbstkompensierenden Nivarox-
Spiralfedern.
1934 wurde die Rolex Oyster Perpetual mit ihrem »Rotor« patentiert, der Uhrmacher
Hans Wilsdorf, Genf, führt den Rotor an Stelle des bisher gebräuchlichen
Schwungpendels in Automatik-Armbanduhren ein.
1926 konnte sich Wilsdorf für die erste wasserdichte Armbanduhr ein Patent geben
lassen.
1935 werden die ersten unzerbrechlichen Uhrfedern (Nivaflex-Federn) in Kleinuhren
angewendet.
1938 werden die Beobachtungs-Uhren (B-Uhren), eine Art größerer Taschenuhren für
astronomische Navigation in Flugzeugen und kleineren Schiffen für die
Kriegsmarinen und Luftflotten der Weltmächte gebaut. Diese Präzisionsuhren
sind heute gesuchte Sammelstücke.
1938 Beginn der Halbleitertechnik durch die Erfindung einer Halbleiter Diode durch
W.Schottky, nachdem F.Braun bereits um
1880 Gleichrichtereigenschaften bei Kontakten zwischen einem beliebigen Metall und
Halbleiter festgestellt hat.
1939 kommen die ersten wassergeschützten Armbanduhren, sog. »Taucheruhren« auf
den Markt.
1946-1948 Entwicklung des Transistors durch J. Bardain und W. H. Briton in den USA und
damit Einstieg in die Halbleitertechnik. Aus die sem elektronischen Bauelement
entwickelt sich die Halbleitertechnik und Mikroelektronik, die die heutige
Elektrouhrentechnik beherrschen.